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14. Januar 2010  |  tau

Mensa öffnet Mitte Februar

Modernisierung: Luise-Büchner- und Astrid-Lindgren-Schule in Groß-Gerau teilen sich den Neubau an der Jahnstraße

GROSS-GERAU. 
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Der Boden im Erdgeschoss des Neubaus an der Luise-Büchner-Schule wird gerade verlegt. Fotos: Dagmar Mendel

Seit Monaten gehen die Schüler der Luise-Büchner- und der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) in Groß-Gerau an einer Baustelle vorbei zum Unterricht. Diese Zeit ist bald vorüber, denn der 2,23 Millionen Euro teure Neubau an der Jahnstraße ist fast fertig. Die Räume im Obergeschoss werden sogar schon von Klassen der Sprachheilschule (ALS) genutzt; kurz vor Weihnachten war Einzug. Im Erdgeschoss entsteht die neue Mensa für Schüler beider Schulen. 200 bis 300 warme Essen können dort ausgegeben werden, wenn die Kinder in zwei, drei Schichten in ihre Pause gehen.

Derzeit sind die letzten Arbeiten im Gang. An diesem Januarmorgen verlegen Handwerker gerade den Linoleum-Boden im künftigen Essraum. Auf dem Dach inspiziert jemand den Abzug der großen Spülmaschine. ,,Erst wenn alles fertig ist, werden wir die Grundreinigung veranlassen", sagt Projektleiter Ralph Kuhn von der Kreisverwaltung. Auch Heizungsrohre müssen noch isoliert werden. Dann folgt die Möblierung.

Die Außenarbeiten stocken derzeit wegen der Witterung. Dort muss noch Boden aufgeschüttet und verdichtet werden, Gehwegplatten sind zu verlegen, Fahrradständer zu installieren. Und auch die Grünfläche wird später noch gestaltet.

Bis zur offiziellen Eröffnung der Mensa am 20. Februar wird der Weg am Haupteingang zumindest provisorisch wieder hergerichtet, verspricht Kuhn.

Der Grundsatzbeschluss für den Neubau mit einer Bruttogeschossfläche von rund 800 Quadratmetern ist im Kreistag im Februar 2008 getroffen worden. Generalplaner ist ein Bischofsheimer Architekt. Im Januar 2009 begannen die Bauarbeiten. Das Gebäude ist ,,das letzte Nicht-Passivhaus des Kreises", sagt Gabi Walter-Reichelt, Fachdienstleiterin Bau und Technik in der Kreisverwaltung. Es entspreche aber den Vorgaben der Energieeinsparverordnung. Eine Solaranlage kann später aufs Dach.
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Ein Klassenzimmer im ersten Stock des neuen Gebäudes: Gabi Walter-Reichelt und Ralph Kuhn von der Kreisverwaltung weisen auf die moderne Möblierung hin.

Eine Besonderheit gibt es: Akustikplattendecken absorbieren den Schall. Es gibt weniger Nachhall. So wird es beim gemeinsamen Essen vieler Menschen nicht so laut. Und der Unterricht in den fünf Klassenräumen der Sprachheilschule ist einfacher. Diese rund 40 Quadratmeter großen Räume sind modern ausgestattet mit ergonomisch vorteilhaften Stühlen und Smart-boards als Tafeln. Neben den fünf Klassenzimmern gibt es einen Materialraum. Eine Fluchttreppe ermöglicht im Notfall den Weg aus dem ersten Stock ins Freie.

Das zu enge Hauptgebäude der Astrid-Lindgren-Schule wird durch den Neubau entlastet. Nun stehen bald die Planungen für eine großzügigere Raumaufteilung der Schulverwaltung an, teilt Gabi Walter-Reichelt mit.

Die Büchner-Schule hatte bislang eine provisorische Mensa. Die neue wird allerdings deutlich komfortabler sein. Ein Bio-Caterer (Hoppe/Marbachshöhe) liefert das gekühlte Essen, das in einem Konvektomat mit Dampf erhitzt wird. Ein Herd wird derzeit nicht benötigt, ist aber vorsorglich mit eingebaut worden, falls sich der Caterer einmal ändert. Die Geräte hat ein Großkücheneinrichter aus der Region geliefert; er war per Ausschreibung gefunden worden. Zum Küchentrakt gehören auch ein Personalraum und ein Lager. Die Schulen haben ein gewichtiges Wort mitzureden, welchen Essenslieferanten sie für ihre Mensen möchten, betont Walter-Reichelt. Die Preise fürs Essen hingen von der Zahl der Nutzer und der Catering-Firma ab.

An der Luise-Büchner-Schule gibt es weitere Neuerungen, teilen die Verwaltungsmitarbeiter bei dem Ortstermin mit dem ECHO mit: Das Gymnasium ist komplett neu verkabelt worden. So hat künftig jeder Schülerplatz einen Anschluss für Computer. In einigen Räumen hängen auch schon Smartboards. An der Sporthalle der Schule wird das Dach saniert. Weil die Dämmung schrumpfte, kam es zu Undichtigkeiten, erläutert Walter-Reichelt. Für rund 300 000 Euro entsteht - wenn das Wetter wieder mitspielt - ein neues, geneigtes Dach über dem bisherigen.


 


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